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letzte aktualisierung:
4. juli 2010


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© steintafel 2010

cd-rezension

cd:
werner lämmerhirt

heimspiel

werner lämmerhirt: heimspiel

obwohl in berlin geboren, ist es die erste dort produzierte platte des urgesteins der akustik-folk-szene und daher ein 'heimspiel'. außer vier instrumentaltiteln, bei denen der altmeister des fingerpicking seine klasse gewohnt unter beweis stellt, sind diesmal wieder eigene deutschsprachige songs zu hören. einiges davon, z.b. 'wach doch auf', klingt nach seinem früheren musikerkollegen hannes wader in der stilistik der siebziger jahre, das meiste aber ist swingend-jazzig wie etwa 'am strand'. in 'bild dir nichts ein' muntert er auf zum selberdenken: 'und brüll nicht gleich jubelnd mit, nur weil es grad die andern tun'. mit sanfter, rauer stimme bringt er seine lebensweisheiten rückblickend und glaubhaft dem zuhörer nahe und strahlt dabei eine sympathische innere ruhe aus. und wem dieser winter zu lange dauert, der höre sich 'wenn der frühling explodiert' an, denn dann 'sind alte schlaffe glieder neu erwacht'. aus seiner fünfköpfigen, rein akustischen begleitband aus freunden und bekannten fällt das saxophon von josef kucera auf, wobei aber im mittelpunkt immer das unvergleichliche spiel des meisters auf den gitarren steht.

reinhard 'pfeffi' ständer

quelle: folker 2/2004